Geschichte der Kaffeebohne
Die Geschichte um die Herkunft und Entdeckung des Kaffees beruht auf unzähligen Anekdoten. Entdeckt wurde die Kaffeepflanze vermutlich zwischen 575 bis 1000 n. Chr. im heutigen Äthiopien. Sicher ist nur, dass eine wilde Art der Kaffeepflanze bereits im 13. Jahrhundert in Jemen wuchs. Mönche haben daraus angeblich ein Getränk erzeugt, das nicht nur anregend wirkte, sondern auch ihre „Nachtwache“ verlängerte. Im 15. Jh. startete das Kaffeegetränk zu einem ersten Siegeszug durch den Orient. Von Mekka aus verbreitete es sich nach Kairo, dann Richtung Syrien und schliesslich nach Istanbul.
Als die Türkische Armee vor den Toren von Wien stand, wurden die Wiener Soldaten der Legende nach auf ein seltsames braunschwarzes Getränk der Feinde aufmerksam.
1615 hat der Venezianer Pietro della Valle den Kaffee nach Venedig gebracht, wo kurze Zeit später eines der ersten europäischen Kaffeehäuser eröffnet wurde. 1650 erhielt man Kaffee bereits in Marseille, Amsterdam, Hamburg, Paris und London.
Im 18. Jh. wurden auf der Insel Martinique Plantagen angepflanzt, deren Pflanzen aus Gewächshäusern von Versailles stammten. Zu diesem Zeitpunkt deckten Martinique und die Inseln der kleinen Antillen 75 Prozent des europäischen Bedarfs an Kaffee. Die Kolonialmächte, vor allem Holland und Frankreich, sorgten im 17. Jh. dafür, dass Kaffee heutzutage beinahe in der ganzen Welt angepflanzt und getrunken wir, vor allem in Zentralamerika, den Tropengebieten Südamerikas, in Asien und nicht zuletzt in Brasilien, das mit seiner Produktion etwa ein Viertel des Weltmarkts von ca. 100 Millionen Säcken pro Jahr abdeckt.